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Newsletter Dezember 2015

Liebe Mitglieder,
liebe Interessenten,

das Jahr 2015 nähert sich dem Ende zu. Für den noch jungen Landesverband proBürgerBus Baden-Württemberg e.V. ein erfolgreiches Jahr. Es wurden nicht nur zahlreiche Gespräche geführt und Veranstaltungen besucht, bei denen das Thema Bürgerbus weiter vorangebracht werden konnte. Der Verband hat sich durch den Beitritt neuer Mitglieder auch weiter gestärkt. Neu aufgenommen in den Landesverband wurden neben der Gemeinde Oberboihingen (Landkreis Esslingen) auch die Stadt Dornhan (bei Freudenstadt) mit dem Bürgerbus Dornhan, der Verein „Bürger für Bürger Markdorf" (am Bodensee) und als Fördermitglied Werner Hildebrand von der Firma TS Fahrzeugtechnik aus Tübingen. So gestärkt kann der Landesverband seine Arbeit im neuen Jahr mit Engagement weiterführen.

Mit dabei bei der Abschlussveranstaltung des „Schaufensters Elektromobilität" des Bundes, Schaufenster Baden-Württemberg im November war auch Fred Schuster, Geschäftsführer des Landesverbandes proBürgerBus. Er nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit einem Vertreter von Toyota Deutschland. Er will im Unternehmen hausintern prüfen, ob und wie ein Engagement Toyotas in Sachen Bürgerbus-Elektromobilität möglich ist.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg hat jetzt einen Leitfaden „Nahversorgung aktuell" für Kommunen veröffentlicht. Das Nachschlagwerk gibt einen guten Überblick über alle wichtigen Anbieter und Konzepte im Lebensmittelhandel im Land. Thematisiert werden in diesem Leitfaden auch Bürgerbusse und Bürgerautos im Allgemeinen. Zu finden ist dieses Nachschlagwerk im Internet auf der Homepage des Landes Baden-Württemberg (www.baden-wuerttemberg.de) unter dem Suchbegriff „Leitfaden Nahversorgung aktuell für Kommunen).

Praktisch erläutert wird das Modell Bürgerbus an den Bürgerbus-Projekten Wendlingen, Botnang und Boxberg. Hier Auszüge aus den allgemeinen Informationen des Leitfadens zu Bürgerbussen und Bürgerautos: „Vor allem ältere Menschen haben zunehmend Probleme mit der individuellen Mobilität. Damit bekommt der öffentliche Nahverkehr besonders in der Fläche stärkere Bedeutung. Demgegenüber steht aber die Finanzierbarkeit dieser Angebote, die in vielen Bereichen nicht wirtschaftlich erbracht werden können. Folge ist eine Abnahme des Angebots, zumindest aber keine bedarfsgerechte Gestaltung des Angebots. Mit der Idee des Bürgerbusses kann man dieser Entwicklung zum Teil entgegenwirken. Kleinbusse auf Pkw-Basis mit ehrenamtlichen Fahrern bedienen kleinräumig mit kurzen und wohnortnahen Haltestellen im Linienverkehr nach dem Personenbeförderungsgesetz fahrplanmäßig den Nahverkehr dort, wo er mit großen Bussen nicht oder nicht wirtschaftlich erbracht werden kann."

Verwiesen wird im Leitfaden auch auf die Empfehlungen des Landesverbandes proBürgerBus beim Einsatz von Fahrzeugen: „Der Landesverband empfiehlt Fahrzeuge mit Seiteneinstieg und Niederflurigkeit sowie großzügigen Bewegungsräumen im Fahrzeug, um den überwiegend älteren Fahrgästen ein komfortables und weitgehend selbstständiges Teilhaben zu ermöglichen."

Der Leitfaden verweist zudem auf wichtige Voraussetzungen zur Einführung von Bürgerbussen: „Bürgerbusse haben überall dort gute Chancen, wo der Regelbusverkehr gar nicht oder nur sehr unzureichend verkehrt. ..... wichtigste Voraussetzung aber ist, dass genügend ehrenamtliche Mitarbeiter vorhanden sind. Dies betrifft nicht nur die Zahl der Fahrer, sondern auch die Organisation des Betriebes." Als Ansprechpartner werden im Leitfaden der Landesverband proBürgerBus BW genauso genannt wie die Nahverkehrsgesellschaft BW.

In einem Gespräch zwischen Vertretern des Landesverbandes proBürgerBus und der Nahverkehrsgesellschaft BW wurde übrigens die Beteiligung des Verbandes an weiteren landesweiten Informationsveranstaltungen der Akademie ländlicher Raum festgezurrt. Am 26. Februar 2016 findet eine solche Info-Veranstaltung in Heidenheim statt. Weitere Termine sind: 10. März 2016 in Friedrichshafen, 22. April 2016 in Villingen-Schwenningen und 29. April 2016 in Bad Wimpfen. Der Landesverband proBürgerBus tritt dabei als Kooperationspartner auf. Geplant ist, bei jeder Veranstaltung ein regionales Bürgerbus-Projekt vorzustellen.

Zum Ausklang des Jahres bleibt jetzt nur noch, allen Mitstreitern in Sachen Bürgerbus für Ihren Einsatz in 2015 zu danken, geruhsame Weihnachtsfeiertage und für das neue Jahr 2016 alles Gute und Bürgerbus-Fahrern und –Fahrerinnen allzeit gute Fahrt zu wünschen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie alle im neuen Jahr unsere Anliegen genauso engagiert weiter vertreten, wie bisher.

Fred Schuster
Geschäftsführer proBürgerBus

Christa Ansel
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit