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Bürgerbusvereine fordern Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts

Über 300 der ehrenamtlichen Linienbusse im Einsatz

Eine Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts der eingesetzten Kleinbusse von derzeit 3,5 auf 4,25 Tonnen forderten die Vertreter von Bürgerbusvereinen bei ihrem zweiten bundesweiten Treffen am 18. Februar in Kassel. Damit soll es möglich werden, auch künftig neue technische Normen zu berücksichtigen, ohne dass die Zahl der Plätze verringert werden muss.
Vertreter von über 300 Bürgerbusvereinen aus sechs Bundesländern diskutierten aktuelle Entwicklungen und Probleme. Mit ihrer Forderung nach einer Anhebung des Fahrzeuggewichts möchten die Vereine mit den freiwilligen Feuerwehren oder Handwerkern gleichgestellt werden. Einstiegshilfen für Rollstuhlfahrer, die neuen Euro 6-Motren oder der künftige Elektroantrieb mit seinen Batterien würden ansonsten dazu führen, einen oder gar mehrere Sitzplätze ausbauen zu müssen. Und damit wären vor allem Bürgerinnen und Bürgern auf dem Land oder in Kleinstädten von den Einschränkungen betroffen. Die Arbeitsgemeinschaft der Bürgerbusvereine will nun in Gesprächen mit Vertretern der Landes- und Bundes-Ministerien sowie Politikern eine Anpassung erreichen.
Sorgen bereitet den Vereinen auch die Neuregelung zur Sicherung von Rollstühlen in den Kleinbussen. Die jetzt von der EU verlangte Befestigung von Rollstühlen sei für die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer zeitlich und arbeitstechnisch unzumutbar, vor allem aber für die Behinderten selbst entwürdigend und gefährlich. Dabei gebe es Befestigungsmöglichkeiten, die erprobt, sicher und leicht zu handhaben sind.
Stichwort Bürgerbus
Bürgerbusse sind Kleinbusse, die von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern im Linienverkehr gesteuert werden. Die Zahl der Fahrgäste ist auf acht begrenzt, hierdurch ist es möglich, die Busse mit einem normalen Pkw-Führerschein der Klasse B zu fahren. Bundesweit sind derzeit über 300 Bürgerbusse unterwegs, darunter 126 in Nordrhein-Westfalen. In einzelnen Bundesländern werden die Projekte finanziell gefördert, in stark unterschiedlichem Umfang. Allein in Nordrhein-Westfalen betätigen sich über 3200 Frauen und Männer als ehrenamtliche Fahrkräfte und beförderten im vergangenen Jahr über 1,1 Millionen Bürgerinnen und Bürger