Header
.

Bürgerbusse

Bürger fahren für Bürger - ehrenamtlich. Auf diesen kurzen Nenner kann man die Bürgerbusse bringen. Aber Bürgerbusse sind viel mehr: Altenhilfe, Kommunikationsplattform, Identifikationsquelle – und fast nebenbei ein verlässliches und günstiges Mobilitätsangebot, dort wo andere nicht fahren können oder wollen.

Bürgerbus - wie wir ihn verstehen

Der Bürgerbus ist ein Fahrzeug, welches vor allem älteren Menschen eine bequeme, zuverlässige und nachhaltige Beförderung ermöglicht. Dazu bedarf es aus unserer Sicht eines Linienverkehrs nach den Vorschriften des Personenbeförderungsgesetze mit Fahrplan und Haltestellen, Fahrer mit Personenbeförderungserlaubnis (PKW im Linienverkehr), ein helles und freundliches Ambiente im Fahrzeug und gewisse technische Mindestanforderungen, wie Niederflurigkeit und Seiteneinstieg mit Rampe. Wichtig ist vor allem, die weitestgehend selbstständige Teilhabe und Nutzbarkeit für ältere Menschen.

Ein Beispiel:

Sehen Sie selbst anhand einer kleinen Fotodokumentation unseres Bürgerbusfreundes Horst Wehinger vom Bürgerbusverein Ebersbach, wie sich eine technische Fahrzeugkonfiguration auf selbstständige Teilhabe und damit Nutzerkomfort und –akzeptanz auswirkt. Er zeigt hier den Unterschied zwischen Barrierefreiheit und Niederflurkonzept.

Niederflurigkeit

Geschichte der Bürgerbusse

Die Bürgerbusidee „Bürger fahren für Bürger" stammt nach den derzeitigen Kenntnissen wohl aus England. Dort wurden aufgrund von Privatisierungen in weiten Bereichen nur noch sogenannte rentable Linien von den Busnunternehmern betrieben. In der Fläche organisierten sich dann Bürger, um Mobilität anzubieten. Über die Niederlande kam die Idee nach Deutschland, wo 1985 in NRW der erste Bürgerbus eingeführt wurde. In Baden-Württemberg war Salach die erste Kommune, die einen Bürgerbus einrichtete. Zwischenzeitlich befördern in Baden-Württemberg rund 40 Bürgerbusmodelle mit ca. 800 Fahrerinnen und Fahrern rund 250.000 Fahrgäste (mit steigender Tendenz). Durch den demographischen Wandel und die Veränderungen in der Linienbusfinanzierung sowie die neuen Landesförderrichtlinien erwarten wir in Baden-Württemberg einen rasanten Aufschwung der Idee.